Row my boat oder blub?

Oktober 24, 2009

Mein liebstes Lied, das ich immer vor mich hinsumme oder -singe, wenn ich in einer Stimmung bin, die über das alltägliche “geht-so” hinausgeht, egal ob im Negativen oder im Positiven:

Row, row, row my boat

gently down the stream

merrily, merrily, merrily, merrily

life is but a stream.

Row, row, row my boat

fly, fly, fly

bring the prince, who won’t be king

to the Isle of Skye.

Der erste Teil ist wahrscheinlich überall bekannt, wenn auch meistens mit “your boat”, statt “my boat”. Der zweite Teil ist eine Umdichtung, die ich bisher auch nur ein, zweimal gehört hab und die sich angeblich auf Charles Edward Stuart bezieht, der während einem Erbfolgekrieg in Großbritannien zur Isle of Skye flüchtete und nie den Königstitel erhielt.

Im Moment bin ich jeden Tag weit von “geht so” entfernt, obwohl das Leben eher vor sich hinplätschert und in sehr geregelten Bahnen mit Uni und Jobs läuft. Das liegt sicher an A, die mir nicht aus dem Kopf geht, an der Zeit, die ich mit Menschen wie T verbringe, an den Gästen, die ich in meine Wohnung einlade und die mir das Gefühl geben, nicht ganz allein zu sein, jetzt wo K weit weg ist. Überhaupt K. Sie geht mir plötzlich soviel mehr ab, als während der Zeit wo sie in Südamerika war. Ich bin echt auf Entzug, nachdem wir wieder für einige Wochen soviele Tage miteinander verbracht haben. Ich merke aber, dass wir uns beide verändern und zwar eher voneinander weg, als zueinander hin. Sie denkt, A ist nicht gut für mich, obwohl ich ihr vor allem sage, wie sehr ich die Zeit mit A genieße. Sie reduziert es manchmal auf Sachen, auf die ich es nicht reduzieren möchte. Mir ist nicht klar, wie man die Art Beziehung zu A beschreibt. Wahrscheinlich gibt es dafür keinen Namen, aber am ehesten trifft es wohl “neue Kennenlernphase”? Sowohl ich lerne mich wieder neu kennen und versuche sie kennenzulernen, als auch, dass sie versucht, mich kennenzulernen, was sie aber noch nicht ganz schaffen kann, weil ich ihr noch nicht alles vorstellen kann, obwohl ich will. Wann werd ich wissen, wer ich bin?

Sie hat mein Denken am Anfang wieder mehr angeregt, aber mittlerweile ist es ein Selbstläufer geworden, der mir Angst macht und den ich oft bremse. Am wichtigsten erscheint mir im Moment, einige Gewohnheiten zu ändern und meinen Tagesablauf so zu gestalten, dass ich mich wieder wohl fühle und schaffe, was ich schaffen will.

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