Abende
Oktober 17, 2009
Meine Abende in letzter Zeit sind komisch, sie fühlen sich so anders an, als sonst und sie sind es auch.
Es sind Abende wie vor zwei Jahren, als ich noch öfter mit C unterwegs war: Abende in der Disko, in Bars bei Cocktails und Bier, mit wenig Essen und viel Alkohol, fahrig, flach, unbefriedigend, weil die Gespräche nur aus Smalltalk zu bestehen scheinen und manchmal merkt man erst später, dass es doch langsam tiefer geht. Ich brauche nur immer soviel Zeit, den Smalltalk in so einer Atmosphäre zu überwinden, es strengt mich an und nervt mich.
Die Abende sind nicht mehr so krass, wie mit C, es ist nicht mehr dieses Extrem, dieses aggressive Verhalten von C gegenüber seiner Umwelt, das die Abende so oft zerstört hat. Es ist eher fröhlich, es ist ein kindliches, naiv wirkendes Versteckspielen, das ich eigentlich seit der Zeit aufgegeben hatte, von der kurzen Periode mit AL mal abgesehen.
Manche dieser Abende bekommen mir gut, sie fühlen sich gut an, ohne Gedanken, ohne Plan, ohne Zwänge. Irgendwie frei, beschwingt und lustig. Manche nerven mich dafür um so mehr.
Gestern war ein guter Abend, eine schöne Nacht, die erst um 4 Uhr morgens ihr wohlverdientes Ende mit dem “einzigen- in-der-Mediathek-und-nur-kurzzeitig-verfügbaren” Tatort fand.